Jeder Läufer kennt das Gefühl. Irgendwo zwickt und zwackt es immer. Aber muss das so sein? Kurz gesagt: Nein.

Läuferknie (ITBS), Schienenbeinkantensyndrom (Shin-Splints) oder das Patellaspitzensyndrom sind meines Erachtens nach alles Verletzungen die sich im Grunde vermeiden lassen.

Und wie?

Schafft eine gute Basis für euer Training. Soll heissen: steigert eure Umfänge moderat. Das Herz-Kreislauf System ist wahnsinnig schnell in der Lage sich an neue Gewohnheiten anzupassen, Sehnen und Gelenke hingegen brauchen dazu viel Länger. 10% Steigerung pro Woche gelten laut Fachliteratur als vollkommen in Ordnung.

Arbeitet an eurer Lauftechnik. Gerade wenn Ihr am Anfang eures Sportlerlebens steht beherzigt diesen Hinweis. Die Fehler, die sich gar nicht erst einschleichen sind das was Ihr wollt. Am einfachsten erreicht Ihr dies mit einem Trainer an eurer Seite der euch Tipps zum richtigen Einstieg gibt. Da dies gerade für den Hobby-Athleten meist zu viel des guten ist tut es für den Anfang ein gutes Buch oder diverse Youtube Videos. Eine zweite Person die eine Videoaufnahme von euch beim Laufen macht ist auch empfehlenswert. Oft meint man “richtig“ zu Laufen und wie Wirklichkeit sieht dann doch ganz anders aus als man erwartet…

Die Wahl der richtigen Schuhe. Okay, erwischt. Wir befinden uns hier auf einem Blog bei dem es vornehmlich um Barfußschuhe und das Laufen darin geht aber, das heisst nicht das die das Maß aller dinge sind. Gerade für Anfänger darf es auch gerne ein etwas komfortablerer Schuh sein. Mit ihm stellt ihr sicher das die anfängliche Laufbelastung nicht ganz so brutal ausfällt wie in einem Barfußschuh.
Pauschale Schuhempfehlungen möchte ich allerdings nicht machen, da ist jeder Läufer sehr verschieden. Es fängt bei der Fußform an und hört bei der Abrollbewegung des Fußes auf. Sucht euch für die ersten 2-3 Paar Schuhe einen Fachmann. Der sollte mit euch zusammen was passendes finden, weißt Ihn aber freundlich daraufhin, dass Ihr später in Richtung Barfußlaufen wollt. Dieser Hinweis sollte genügen um zumindest die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, soll heissen: niedrige Sprengung und nur soviel Stabilität und Dämpfung wie nötig.

Gerade der Laufschuh hat einen massiven Einfluß auf euern Laufstil. Ist der Fuß zu sehr im Schuh geführt weicht der Körper an anderer Stelle aus, hier wären das Knie, oder die Hüfte als erste Kandidaten zu nennen. Andersrum würde ein Barfußschuh zu beginn euer Muskulatur überfordern – macht die nicht mehr mit, sind wieder eure Gelenke die Leidtragenden.

Fazit

Wie heisst es auf Kölsch so schön: “Jeder Jeck ist anders”. Selbst wenn Ihr allen oben aufgeführten Tipps beherzigen kann es mal passieren, das Ihr Schmerzen haben werdet. Hier solltet Ihr ehrlich zu euch selbst sein, wenn es nicht besser wird, macht Pause und kümmert euch darum war es wehtut, nur Voltaren ist meist keine Lösung!
Probiert ein wenig herum und hört auf euren Körper, der ist meist sehr gut in der Lage zu entscheiden was gut ist und was nicht.