Mein Trail Freak mit ein paar Tartanbahnresten Mein Trail Freak mit ein paar Tartanbahnresten

So gut ich dünne Sohlen an Barfußschuhen mag, so unpraktisch sind sie oft auf Feldwegen und im Wald. Zu oft tritt man auf große, spitze Steine oder hätte gerne etwas mehr Grip auf feuchtem Waldboden oder auf Hügeln.

Genau hier setzt der Trail Freak von Vivobarefoot an. Ein Zero Drop Schuh mit einer 2,5mm Sohle und 4,5mm Profil.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Neo Trail, sitzt der Trail Freak deutlich fester am Fuß, ohne jedoch den Zehen zu wenig Platz zu lassen. Da er von Haus aus mit Powerlaces kommt, ist er auch deutlich einfacher und schneller so fest zu binden wie man es für richtig hält.

Produkfoto von Vivobarefoot Produkfoto von Vivobarefoot

Rein optisch sieht der Schuh fast aus wie ein normaler Sportschuh, sicherlich unter anderem weil die Sohle durch die Profilspikes sehr dick wirkt.

Das Mesh des Obermaterials ist sehr Atmungsaktiv und lässt einen nicht mit nassen Füßen zurück – es sei denn man steigt in eine Pfütze oder läuft durch nasses Gras. Dann ist der Fuß sehr schnell unangenehm nass. Da beides auf Trails recht oft vorkommt, es sei denn man rennt nur durch Kalifornien oder Arizona, ist das für einen Trailschuh recht nervig. Vermutlich gibt es genau deswegen auch den Trail Freak Waterproof, den ich bisher nicht testen konnte. Im Sommer kommt man allerdings praktisch immer trockenen Fußes nach Hause.

Das Profil ist recht robust für den täglichen Traileinsatz allerdings ein Spartan Race hat ihm einige Blessuren abgerungen.

Profil nach dem Spartan Sprint Tiroler Alpen 2015 Profil nach dem Spartan Sprint Tiroler Alpen 2015

Längere Strecken auf Asphalt bekommen den Spikes allerdings nicht so gut. Wenn man ein Dorn ab ist, merkt man das am Fuß natürlich schon, da die Stelle plötzlich etwas “durchhängt”.

Mein verlorener Spike war sicherlich eine Spätfolge des Spartan Race, allerdings habe ich auch an meinem Neo Trail schon einen Spike verloren ohne etwas enstsprechendes gemacht zu haben. Verwunderlich ist das nicht, da die Spike recht dünn sind. Auf der anderen Seite will ich auch keine fetten Dorne, welche die Sohle unflexibel machen.

Auch wenn man den Dorn direkt wieder findet male ich mir auch durch eine fachmännische Befestigung bei einem Schuhmacher keine lange Haltekraft aus.

Was Preise angeht sind Barfußschuhläufer ja einiges gewohnt und so überrascht auch der Preis von 130€ nicht wirklich. Wenn man auch mal ein halbes Jahr warten kann, ist es möglich wieder mal auf eine der vielen Rabattaktionen von Vivobarefoot zu warten oder in der Rabattecke des Vivobarefoot Concept Store in Freiburg stöbern. So kann man den Trail Freak auch für ca. 80€ ergattern. Das wiederum halte ich für einen großartigen Preis für den Schuh.
Wer den Schuh lieber sofort will, der  nimmt unseren Gutscheincode VVIF-BW-82FU und spart sich 10%.

Fazit

Da ich persönlich am liebsten fernab von Straßen laufe ist mir ein Trailschuh am liebsten. Und von allen meiner bisher genutzen Schuhe ist der Trail Freak mein Favorit.
Würde ich ihn wieder kaufen? Ja.
Werde ich ihn wieder kaufen? Vermutlich auch, allein schon weil mich die Waterproof Variante sehr reizt.

Der Trail Freak im Einsatz Der Trail Freak im Einsatz