New Balance MT10 D v2

New Balance MT10 D v2

So Sauber sehen die Schuhe nicht lange aus... So Sauber sehen die Schuhe nicht lange aus…

Ein Schuh, dessen Name Programm ist. Das MT steht für Minimus Trail. Dieser ist mit rund 170 Gramm angenehm leicht und trotzdem stabil genug um spitzen Steinen Paroli bieten zu können. Möglich macht dies eine Vibram Sohle mit einer speziellen Wabenstruktur, die lediglich im Matsch und Schlamm einige Schwächen bei der Traktion hat.

Die Sohle, für Steine Okay, für Matsch und Schlamm, nicht zum empfehlen. Die Sohle, für Steine Okay, für Matsch und Schlamm, nicht zum empfehlen.

Der Schuh selbst trägt sich wie eine Socke – man spürt Ihn so gut wie gar nicht. Obendrein bietet er Leuten wie mir, die mit einem extrem breiten Fuß ausgestattet sind, eine passable Weite im Vorfuß, so dass auch alles ordentlich platz hat (Achtet aber auf die Bezeichnung D im Produktnamen!). Anzumerken sei jedoch das der Schuh klein ausfällt, also im Zweifel lieber eine Nummer Größer bestellen. Apropos Socke, die braucht Ihr beim Laufen im Trail Minimus eigentlich nicht, seine Verarbeitung ist so gut, das nichts scheuert oder kratzt.
Die Sprengung ist mit 4mm auch vollkommen im Rahmen. Das heisst aber auch, dass der Schuh aktiv gelaufen werden möchte, Fersenlauf in Ihm stelle ich mir äusserst schmerzhaft vor. Dämpfungselemente sucht man hier vergebens.

Keine Dämpfung, d.h. der Schuh erfordert eine gut austrainierte Muskulatur Keine Dämpfung, d.h. der Schuh erfordert eine gut austrainierte Muskulatur

Ich selbst setze ihn für alle Strecken ein, egal ob ein schneller 10er oder ein gemütlicher 25km Lauf – es geht alles.
Der einzige Kritikpunkt der mir einfallen würde sind die extrem langen Schnürsenkel. Aber das ist ein Problem, welches sich leicht beheben lässt.

Fazit

Ein toller Schuh, fester und stabiler als ein FiveFinger, dafür uneingeschränkt für das Gelände zu empfehlen sofern dies nicht nur aus Schlamm und Matsch besteht.
Der Schuh ist im Handel nur noch bedingt verfügbar und daher teilweise sehr günstig zu haben. Falls euch die Größe passt: zuschlagen! Falls nicht: Der Minimus 10v3 Trail ist der entsprechende Nachfolger.

Lauft Schmerzfrei

Jeder Läufer kennt das Gefühl. Irgendwo zwickt und zwackt es immer. Aber muss das so sein? Kurz gesagt: Nein.

Läuferknie (ITBS), Schienenbeinkantensyndrom (Shin-Splints) oder das Patellaspitzensyndrom sind meines Erachtens nach alles Verletzungen die sich im Grunde vermeiden lassen.

Und wie?

Schafft eine gute Basis für euer Training. Soll heissen: steigert eure Umfänge moderat. Das Herz-Kreislauf System ist wahnsinnig schnell in der Lage sich an neue Gewohnheiten anzupassen, Sehnen und Gelenke hingegen brauchen dazu viel Länger. 10% Steigerung pro Woche gelten laut Fachliteratur als vollkommen in Ordnung.

Arbeitet an eurer Lauftechnik. Gerade wenn Ihr am Anfang eures Sportlerlebens steht beherzigt diesen Hinweis. Die Fehler, die sich gar nicht erst einschleichen sind das was Ihr wollt. Am einfachsten erreicht Ihr dies mit einem Trainer an eurer Seite der euch Tipps zum richtigen Einstieg gibt. Da dies gerade für den Hobby-Athleten meist zu viel des guten ist tut es für den Anfang ein gutes Buch oder diverse Youtube Videos. Eine zweite Person die eine Videoaufnahme von euch beim Laufen macht ist auch empfehlenswert. Oft meint man “richtig“ zu Laufen und wie Wirklichkeit sieht dann doch ganz anders aus als man erwartet…

Die Wahl der richtigen Schuhe. Okay, erwischt. Wir befinden uns hier auf einem Blog bei dem es vornehmlich um Barfußschuhe und das Laufen darin geht aber, das heisst nicht das die das Maß aller dinge sind. Gerade für Anfänger darf es auch gerne ein etwas komfortablerer Schuh sein. Mit ihm stellt ihr sicher das die anfängliche Laufbelastung nicht ganz so brutal ausfällt wie in einem Barfußschuh.
Pauschale Schuhempfehlungen möchte ich allerdings nicht machen, da ist jeder Läufer sehr verschieden. Es fängt bei der Fußform an und hört bei der Abrollbewegung des Fußes auf. Sucht euch für die ersten 2-3 Paar Schuhe einen Fachmann. Der sollte mit euch zusammen was passendes finden, weißt Ihn aber freundlich daraufhin, dass Ihr später in Richtung Barfußlaufen wollt. Dieser Hinweis sollte genügen um zumindest die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, soll heissen: niedrige Sprengung und nur soviel Stabilität und Dämpfung wie nötig.

Gerade der Laufschuh hat einen massiven Einfluß auf euern Laufstil. Ist der Fuß zu sehr im Schuh geführt weicht der Körper an anderer Stelle aus, hier wären das Knie, oder die Hüfte als erste Kandidaten zu nennen. Andersrum würde ein Barfußschuh zu beginn euer Muskulatur überfordern – macht die nicht mehr mit, sind wieder eure Gelenke die Leidtragenden.

Fazit

Wie heisst es auf Kölsch so schön: “Jeder Jeck ist anders”. Selbst wenn Ihr allen oben aufgeführten Tipps beherzigen kann es mal passieren, das Ihr Schmerzen haben werdet. Hier solltet Ihr ehrlich zu euch selbst sein, wenn es nicht besser wird, macht Pause und kümmert euch darum war es wehtut, nur Voltaren ist meist keine Lösung!
Probiert ein wenig herum und hört auf euren Körper, der ist meist sehr gut in der Lage zu entscheiden was gut ist und was nicht.