Feelmax Uura

Feelmax Uura

Sommerzeit ist Barfußzeit, sollte man meinen. Der Winter hingegen, das viele Nass, die Kälte und – falls vorhanden – der Schnee tun ihr übriges dem geneigtem Barfußschuträger seine Passion madig zu machen.

Das soll sich nun ändern! Der Feelmax Uura ist angetreten, das Barfusslaufen auch in den Wintermonaten erträglich zu machen. Es ist ein Halbhoher, Wasserfester Trekkingstiefel und kommt mit nur 3,5mm Sohlenstärke daher. Kombiniert mit einer 0mm Sprengung ergibt das eine ideale Ergänzung für das heimische Barfußschuhregal.

Sieht aus wie ein waschechter Wanderstiefel, nur mit dem Unterschied das hier die Sohle circa 1/10 der Dicke hat.  Sieht aus wie ein waschechter Wanderstiefel, nur mit dem Unterschied das hier die Sohle circa 1/10 der Dicke hat.

Zugegeben, ohne entsprechende Innensohle (Empfehlung: Filz, oder Schurwolle) würde ich mit dem Uura nicht den ganzen Abend am Weihnachtsmarkt verbringen wollen. Dazu kommt tatsächlich noch zuviel Kälte von “unten” durch. Aber für den Alltag reicht er vollkommen aus. Auch das Barfußfeeling kommt nicht zu kurz, der Schuh ist extrem Breit gefertigt und lässt dem Fuß sehr viel Platz zum Arbeiten. Allerdings schlägt sich das auch auf die Optik nieder, der Schuh wirkt etwas unförmig. Allerdings sind wir ja schon einiges durch FiveFinger und Co gewöhnt, da schockt uns eine solche Kleinigkeit nicht mehr.

Definitiv nichts für schlanke Füße! Definitiv nichts für schlanke Füße!

Der Uura macht einen sehr robusten Eindruck. Die Zehenkappen sind verstärkt und das obermaterial besteht aus Waterbuck©-Leder. Somit sollte der Schuh mehr als einen Winter halten. Wie sich die Sohle allerdings auf Schnee und Eis schlägt kann ich noch nicht beurteilen, da hier beides zurzeit Mangelware ist.

Ob die Sohle auch Glatteistauglich ist, muss sich noch zeigen. Ob die Sohle auch Glatteistauglich ist, muss sich noch zeigen.

Positiv ist der Preis des Uuras. Für schlanke 89,95 Euro ist er im Moment bei voycontigo.de zu haben. Da lohnt es sich zuzuschlagen!

Der Richtige Einstieg ins Barfußlaufen

Dieser Artikel soll euch ein Gefühl dafür geben, wie Ihr in die Thematik Barfußlaufen einsteigen könnt. Klar, Ihr könnt euch auch einfach entsprechende Schuhe kaufen und munter drauflos laufen, aber ich garantiere euch, das wird über kurz oder lang schiefgehen und ihr lauft Gefahr, euch langwierige Verletzungen einzufangen.

Aller Anfang…

Ich selbst habe 2004 mit einem Nike Free das erste mal einen Barfußschuh ausprobiert. Die damals beiliegende Bedienungsanleitung(!) habe ich lachend in die Ecke geschmissen. Bei 2500 Laufkilometern pro Jahr sollte wohl genug Muskulatur vorhanden sein und mit einem solchen Schuh klarzukommen. Denkste. Nach einem schönen Tag in Hagenbecks Tierpark, den ich selbstredend im Free verbracht habe, konnte ich 2 Tage einen größeren Muskelkater in den Beinen als nach so manchem Marathon.

Barfuss laufen

Klingt eigentlich logisch, oder? Lauft soviel wie möglich ohne Schuhe. Denn so gut die heutigen Barfußschuhe auch sind, sie sind nichts gegen eure Füße, die euch sogar kostenlos zu Verfügung gestellt werden 😉
Bei euch zu hause sollte immer gelten: Barfuss first. Macht euch auch mal die Mühe, nach einem Lauftraining, die Schuhe auszuziehen und lauft auf einer Wiese Barfuss aus. Es erfrischt nicht nur ungemein, es stärkt dabei auch hervorragend die Fußmuskulatur und schärft eure Sinne für das, worauf Ihr eigentlich lauft.

Lauftraining

Hier gilt: behutsames Steigern. Eine generelle Faustregel à la: „Maximal 10% Steigerung pro Monat“ möchte ich hier nicht geben, dafür gibt es von Läufer zu Läufer viel zu viele Unterschiede. Aber ich denke, die Zahl derer die Barfußschuhe anziehen und damit ihr normales Trainingspensum absolvieren ist verschwindend gering. Daher, sucht euch kurze Strecken zum ausprobieren, wenn die dann noch im Wald, oder auf weichen Untergründen liegen, perfekt! Was auch gut klappt, nehmt die Barfußschuhe in einem Rucksack mit zum Laufen und wechselt zwischendrin mal die Schuhe. Das mag zwar umständlich klingen, ist aber für eure Füße (und nebenbei: euren Laufstil) genial. Falls Ihr schon etwas weiter seid, auch das Lauf-ABC kann super mit Barfussschuhen absolviert werden.

Krafttraining

Ja, auch eure Füße haben Muskeln und ja, auch die kann man trainieren! Dafür müsst ihr nichtmal in die Muckibude… Es reichen schon simple Sachen wie:
– einbeiniges Zähneputzen
– Zehenspitzenstand (aus dem Stand auf die Zehenballen mit angehobener Ferse)
– Im Büro:
– Beine anheben und Füße kreisen lassen (alle Richtungen!)
– Füße kippen lassen
– Vorfuß in Richtung knie ziehen
– uvm.

Ab Wann Mehr?

Das müsst Ihr selbst entscheiden, wenn Ihr obige Tipps beherzigt könnt Ihr gerne versuchen die kurzen Runden etwas auszudehnen. Hört einfach auf euren Köper, der sagt euch in der Regel recht schnell was Zuviel ist und was nicht.
Bedenkt aber auch: die Muskulatur im Körper adaptiert sehr schnell neue Reize, die Sehnen, Knorpel und Gelenke tun dies weit weniger schnell. Also lasst es, auch wenn sich die Muskulatur gut anfühlt, langsam angehen!

Altra TheOne 2.0

Altra TheOne 2.0

Der Altra fällt zwar etwas aus der Kategorie Minimalschuh, allerdings biete die US Amerikanische Marke, die hierzulande leider noch sehr unbekannt ist, einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Laufschuhen. Genau deshalb möchte ich Ihn euch auch nicht vorenthalten.

Zerodrop.

Ist als erstes zu nennen, es gibt bei Altra keinen Schuh mit Sprengung und das ist auch gut so. Hier allerdings wieder meine obligatorische Warnung. Solltet ihr keine Erfahrungen im Umgang mit Zerodrop haben, fangt langsam an! Eure Waden werden es euch danken.

Breite Zehenbox.

Zugegeben, er sieht auf den ersten Blick schon etwas komisch aus, allerdings kenne ich keine andere Marke in der der Vorfuß so verdammt viel Platz hat wie im Altra. Wer jetzt meint, das der Fuß im Schuh schwimmt, der irrt. Durch die gute Schnürung bleibt der Fuß genau da wo Ihr ihn haben wollt. Und unter uns, wie laufen auch mit FiveFingers und Co, die sehen nochmals ein Stück abgefahrener aus.

Die breite Zehenbox macht das aussehen, etwas Gewöhnungsbedürftig. Die breite Zehenbox macht das aussehen, etwas Gewöhnungsbedürftig.

Geringes Gewicht.

Obwohl der TheOne sehr wuchtig aussieht wiegt er nur rund 200gramm bei Größe 44. Stichwort Größe, solltet Ihr euch einen Altra im Netz bestellen, kauft ihn gleich eine Nummer Größer! Ich trage in FiveFingers zwischen EU-Größe 41-42 und im Altra brauche ich eine 44!

Geniales Laufgefühl.
Der Altra läuft sich absolut genial, nicht zu weich vermittelt er ein gutes Gefühl für den gelaufenen Untergrund. Gleichzeitig schafft er aber den Spagat um bequem genug zu sein um Ihn über alle Distanzen tragen zu können. Er ist auch mein Schuh der Wahl bei Läufen >30km.

Der Altra hat nun rund 300km auf dem Buckel. Der Altra hat nun rund 300km auf dem Buckel.

Fazit

Der Underdog aus Neuseeland überzeugt mich schon länger, gerade auf längeren Strecken kommen seine Vorteile sehr zum Tragen. Gerade die breite Zehenbox erlaub ein nahezu Barfußähnliches Laufgefühl da der Fuß durch nichts eingeschränkt wird.
Ich kenne viele eingeschworene Barfußläufer die einen Altra als alternative im Schrank haben, wenn es auf die langen Kanten geht.
Preislich liegt der TheOne im normalen Laufschuhpreisegment von rund 120,- Euro. Allerdings muss man in Deutschland schon genau schauen, wo man Ihn käuflich erwerben kann.

Vibram Five Fingers Biklia Evo

Vibram Five Fingers Biklia Evo

Mein Bikila Evo... Mein Bikila Evo…

Im Prinzip sind alle Schuhe aus dem Hause Vibram zum Laufen geeignet, je nachdem wie groß die Toleranzgrenze für Schmerzen ist, geht das auch mit dem El-X oder dem KSO. Der hier vorgestellte Bikila Evo ist jedoch speziell für die Bedürfnisse eines Läufers gebaut. Die Sohle ist, vor allem im Bereich des Vorfußes etwas dicker (8,5mm) und auch robuster gebaut. Dies tut dem „Barfuß-Feeling“ allerdings auch keinen Abbruch.

... nach rund 250 gelaufenen Kilometern ist die Sohle noch vollkommen okay. … nach rund 250 gelaufenen Kilometern ist die Sohle noch vollkommen okay.

Er vermittelt ein sehr direktes Laufgefühl und die Fußmuskulatur muss ordentlich arbeiten. Daher auch hier eine Warnung vorweg. Auch wenn Ihr regelmäßig in Barfußschuhen unterwegs seid, hüttet euch davor gleich in den Evo zu schlüpfen und die 10km Hausrunde zu laufen. Hier ist nicht nur der Muskelkater vorprogrammiert, nein es kann auch leicht zu ernsthaften Verletzungen kommen! Ich selbst laufe im Bikila Evo Strecken bis 20km. Hierbei ist mir auch der Untergrund relativ egal, wenn jedoch die Möglichkeit besteht versuche ich schon den Asphalt zu meiden und auf weichere Untergründe auszuweichen. Zum einen macht das Laufen auf einen Waldboden wesentlich mehr Spaß, zum anderen ermüdet auch die Muskulatur nicht so schnell.

Das Obermaterial des Schuhs ist sehr dünn. Falls man also Kälteempfindlich ist, empfiehlt sich der Einsatz einer Zehensocke. Ich sehe gerade dies als Vorteil, die Füße schwitzen einfach nicht so stark wie in anderen Modellen. Im letzten Winter bin komplett ohne Socken durchgelaufen und hier haben gerade die Einheiten im Schnee besonders viel Spaß gemacht. Noch ein Tipp, der Bikila Evo ist von der Passform ehr einer der enger geschnittenen Modelle. Solltet Ihr also über den Einsatz einer Socke nachdenken, bestellt im Zweifel lieber eine Nummer Größer.

Fazit

Ein Schuh, der jede Laufschuhkollektion aufwertet! Auch wenn Ihr nicht gleich die große Runde mit Ihm drehen könnt macht es unglaublich viel Spaß ihm beim Lauf-ABC, oder bei kurzen Einheiten zu verwenden. Die Fußmuskulatur wird in jedem falle extrem gefordert. Preislich liegt der Schuh leider im Zielbereich seiner gedämpften Kollegen, 139,- Euro werden normal für Ihn fällig. Allerdings gibt es Ihn relativ oft im Angebot für rund 99,- Euro.